Status Quo - Die Autobiografie by Francis Rossi und Rick Parfitt

Status Quo - Die Autobiografie by Francis Rossi und Rick Parfitt

Author:Francis Rossi und Rick Parfitt [Parfitt, Francis Rossi und Rick]
Language: eng
Format: epub
Published: 2015-04-03T04:00:00+00:00


Zwischen dem Erfolg von „Matchstick Men“ und dem Tag im Januar 1973, als „Paper Plane“ in die Top 10 kam, lagen nahezu fünf Jahre. Nach den Kriterien der Pop-Welt ein langer Zeitraum, in dem ganz schön viel Wasser den Bach runter fließt. Es ist auch eine lange Zeit, wenn man an all die Singles und Alben denkt, die Flops wurden. Da gab es sehr wohl Momente, in denen ich daran zweifelte, dass wir es jemals wieder schafften, nach oben zu kommen. Aber meinen Glauben in die Band habe ich dennoch nie verloren: Quo waren immer noch das Beste, was mir bis dahin in meinem Leben passiert war.

Am Wichtigsten war, dass wir die Band wieder unter Kontrolle hatten. 1972 waren wir endlich weg von Pye und hatten einen Vertrag bei Vertigo unterzeichnet. Wir hatten nicht nur zu einem neuen Sound gefunden, sondern auch einen neuen Plattenvertrag in der Tasche. Mit Colin Johnson fanden wir einen neuen Manager und mit Andy Bown, der früher bei The Herd gespielt hatte und dann für Roy Lynes zu uns kam, sogar einen neuen Keyboarder.

„Paper Plane“ hatte Francis geschrieben, zusammen mit unserem Tour-Manager Bob Young, einem wunderbaren Typen mit vielen versteckten Talenten. Er stand auch bei vielen Songs mit uns auf der Bühne und spielte Mundharmonika. Francis und Bob gaben ein super Team beim Songwriting ab. Und „Paper Plane“ war nur der erste von einer ganzen Reihe weiterer Hits, die die beiden für uns schrieben. Was mir letztendlich recht war. Ich war ohnehin nie ein begnadeter Songwriter. Ich genieße es, wenn ich hier und da mal aushelfen kann, aber das ist auch schon alles. Aber Bob war jemand, mit dem wir alle gut konnten. Ich habe im Laufe der Zeit auch manchmal mit ihm zusammen einen Song geschrieben, zum Beispiel den Hit, den Quo 1979 hatten: „Living On An Island“. Aber in erster Linie arbeitete Bob mit Francis zusammen.

Wir hatten nun auch ein neues Image. Beziehungsweise sagte man uns das. Wir hatten davon keine Ahnung. Wir dachten, wir hätten das alles hinter uns gelassen, als wir uns von diesem Carnaby-Street-Klamauk verabschiedet hatten. Dem war aber anscheinend nicht so. Unser „neuer Look“ – speckige Jeans, ausgebleichte T-Shirts und, im Fall von Francis, eine alte Frackweste – wurde in allen Musikzeitschriften aufgegriffen, als hätten wir ihn erfunden. Es gab damals noch keine Jeans, die aussahen, als hätte man sie fünf Jahre lang ununterbrochen getragen. Neue Jeans waren noch steif und dunkelblau. Damit sie abgetragen aussahen, musste man sie erst fünf Jahre lang angehabt haben. Man musste auch seinen Teil dazu beitragen. Aber so viel Zeit hatten wir gar nicht. Wir hatten natürlich noch ein paar alte Sachen im Schrank, doch die meisten Klamotten besorgten wir uns, indem wir Leute auf der Straße fragten, ob wir ihnen ihre alten abgetragenen Jeans abkaufen könnten. Je älter und verschlissener sie waren, umso besser. Sie dachten, wir hätten einen Knall.

Mit unserem neuen Outfit änderte sich auch die Art, wie wir uns auf der Bühne bewegten. Wir waren jetzt keine Schaufensterpuppen aus der Carnaby Street mehr und entwickelten unseren eigenen Stil.



Download



Copyright Disclaimer:
This site does not store any files on its server. We only index and link to content provided by other sites. Please contact the content providers to delete copyright contents if any and email us, we'll remove relevant links or contents immediately.